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Am Wochenende war die Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbands Pforzheim Gastgeber einer DRK Rettungshundeprüfung für die Flächensuche.


Schnelle und professionelle Hilfe will gelernt sein – deshalb haben sich die Teams der DRK Rettungshundebereitschaft (RHB) Calw, Teams der DRK RHB Karlsruhe und  Teams der Bereitschaft des DRK Pforzheim-Enzkreis mit den drei Prüferinnen des Landesverbandes und den Helfern vom KV Pforzheim , Ortsverein Friolzheim,, Ortsverein Durlach und unserer Staffel in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen zu einer Prüfung getroffen. 6 Teams stellten sich der anspruchsvollen Prüfung, die aus vier Teilen besteht: Der Hundeführer muss zunächst eine theoretische Prüfung ablegen, in dem Wissen rund um Einsatztaktik, Erster Hilfe für Mensch und Hund, Kartenkunde und weitere Themen abgefragt werden.
Nach bestandener Theorie fuhr der Tross nach Remchingen auf das Betriebsgelände der Firma Walter Schneider, um dort den zweiten und dritten Teil der Rettungshundeprüfung abzuleisten. In der Verweisprüfung wird der Hund gefordert. Hier wird die „Anzeige“ der gefundenen Person auf Sicht und das Verhalten des Hundes an der Person bewertet. Auch dieser Teilabschnitt wurde von allen Teams bewältigt, sodass für alle die Gehorsamsprüfung anstand. Die Kommandos zum „Sitz“, „Steh“ und „Platz“ aus der Bewegung, die Ecken und Winkel, die Menschengruppen mit und ohne Hunde, das Voraussenden, die Ablage außer Sicht, die Trageübung und so vieles mehr bewältigten die angetretenen Teams mit Erfolg.

Alle Prüflinge durften nun zum vierten und letzten Teil der Prüfung, nämlich der Flächensuche in einem Waldgebiet, antreten. Die Prüfungskriterien sind auch hier hoch angesetzt, gilt es doch ein Gebiet von 30.000 Quadratmetern innerhalb 20 Minuten nach den Versteckpersonen abzusuchen. Der vorgegebene Lagebericht musste hierbei zu Hilfe genommen werden, und weitere Abfragen mussten seitens des Prüflings erfolgen. Nach Auffinden der vermissten Person durch den Hund wurde diese sanitätsdienstlich versorgt und die Rettungskräfte über Funk zur Fundstelle gelotst. Dieser Prüfungsteil wurde von vier Teams bestanden, die dann am Abend ihre Urkunden und Plaketten in Empfang nehmen konnten. 
Die hiesige Bereitschaft freut sich besonders für Doris mit Bugs, Sandra mit Avindra und Ariane mit Horst, die ihre Einsatzfähigkeit bestätigen konnten. 

Herzlichen Glückwunsch auch an Laura mit Baju (DRK Rettungshunde Karlsruhe)

Die RHS bedankt sich bei den Prüfern des DRK Landesverband Baden-Württemberg Katharina Kern, Frieder Schäfer und dem Prüfer-Anwärter Klaus Schuhmacher für die Prüfungsabnahme. 
Vielen Dank auch an die Helfer im Hintergrund. Ohne diese wäre so eine Prüfung nicht zu bewältigen. Dank gilt auch der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen und Herrn Siegle der Firma Walter Schneider für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und Plätze, sowie dem Förster und Jagdpächter für die Zuteilung des Waldgebietes.

Wer alle vier Prüfungsteile besteht kann ab sofort über die Polizei zur Unterstützung bei der Vermisstensuche angefordert werden.

Zwei bis drei Jahre dauert es, bis die ehrenamtlichen Hundeführer mit ihren privaten Hunden soweit sind, dass sie im realen Einsatz bei der Suche nach Vermissten helfen können. Die umfangreiche  Rettungshundeprüfung muss alle 18 Monate wiederholt werden, um die fortdauernde Einsatzfähigkeit der Teams zu gewährleisten.